Der neue Hausbahnsteig in Fürstenfeldbruck

Das Projekt

Der Bahnhof Fürstenfeldbruck hat einen neuen barrierefreien Bahnsteig erhalten. Zusätzlich zu den S-Bahnen können nun auch mehr Regionalzüge dort halten. Der bisherige ungenutzte und viel zu niedrige Bahnsteig wurde abgerissen und auf 250 Meter Länge neu errichtet. Nun können Regionalzüge und im Störfall auch S-Bahnen an diesem neuen Bahnsteig halten.

Daten & Fakten

 
Projektname Reaktivierung Bahnsteig am Gleis 1
ProjektzielKapazitätserhöhung
Barrierefreiheit
Erneuerung
ProjektstandIn Betrieb

Maßnahmen

  • Rückbau des alten Bahnsteigs (Gleis 1)
  • Errichtung einer 18 Meter breiten Treppe und zwei Rampen für den barrierefreien Zugang zwischen Bahnsteig und Bahnhofsvorplatz
  • Barrierefreie Anbindung der Personenunterführung und des Bahnsteigs mittels eines Personenaufzuges
  • Neue Bahnsteigausstattung und Überdachung des Bahnsteigs
  • Erneuerung der Treppe vom Vorplatz zur Personenunterführung

Nutzen & Ziele

  • Regionalzüge können künftig an Gleis 1 halten. Der Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3 kann wegen der auf S-Bahn-Fahrzeuge abgestimmten Bahnsteighöhe (96 cm) und Länge nicht von allen Regionalzügen angefahren werden.
  • Im Störfall können künftig sowohl Regionalzüge als auch S-Bahnen am Gleis 1 halten und wenden.
  • Die betriebliche Flexibilität wird dadurch verbessert.

Meldungen

Kontakt

Michael Hatzel

Leiter Neu- und Ausbauprojekte Knoten München

Fragen an den Koordinator München Süd-West

Der Münchner Westen ist stark ausgelastet. Mit dem neuen Bahnsteig ist Fürstenfeldbruck nun noch besser mit dem Regionalverkehr angebunden, da nun eine größere Anzahl sowie längere Regionalzüge dort halten können.
Das Tierreich hat uns vor so einige Herausforderungen gestellt. So haben wir z. B. ein Wespennest im Kabelschrank gefunden, welches fachmännisch umgesiedelt werden musste. Trotz umfangreicher örtlicher Untersuchungen (inklusive faunistischer Kartierung) sind wir zu Beginn der Bauarbeiten auf Zauneidechsen gestoßen, die unter strengem Artenschutz stehen. Dies hat dazu geführt, dass die Bauarbeiten kurzzeitig eingestellt werden mussten. Sogenannte Vergrämungsmaßnahmen wurden eingeleitet, die im besten Fall zu einer freiwilligen Abwanderung der Tiere führt. Hierzu zählen z.B. das Entfernen von Pflanzenwurzeln, das Abmähen der Grünstreifen sowie das Aufstellen eines Reptilienschutzzauns. Erst wenn bei gutem Wetter - an drei aufeinanderfolgenden Tagen - keine Eidechse vor Ort gesichtet wurde, darf ein Baufeld freigegeben werden. In diesem Fall wurde die Freigabe nur wenige Stunden vor Beginn der Hauptsperrpause erteilt.

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