Im Westen viel Neues

Die Verlängerung der S7 nach Geretsried, der Ausbau der Sendlinger Spange und des Bahnknotens Pasing, der neue Halt Poccistraße, die Elektrifizierung im Oberland – DB Netz hat viel vor im Münchner Westen und im Umland. Mathias Beck hat den Überblick und ist zentraler Ansprechpartner für Bürger:innen und Behörden.

Mathias Beck ist seit einem Jahr Koordinator für den Bahnausbau München West, während sich Kollege Michael Hatzel um den Münchner Osten kümmert. Beck arbeitet seit 2018 bei DB InfraGO.

Herr Beck, Sie sind Koordinator für den Bahnausbau im Münchner Westen. Was sind Ihre Aufgaben?

Mathias Beck: 20 Kolleg:innen arbeiten an den Bahnprojekten im Münchner Westen und dessen Umland, damit in Zukunft mehr Züge fahren und diese pünktlicher sind. Ich halte unseren Teams den Rücken frei. Ich kümmere mich darum, dass sie arbeiten können, zum Beispiel indem die Finanzierung der Projekte gesichert ist. Und darum dass die Vorgaben der Auftraggeber – in der Regel der Freistaat oder der Bund – klar und anwendbar sind. Andererseits bin ich auch Ansprechpartner für die Stakeholder. Entweder informiere ich sie direkt oder ich vermittle einen Ansprechpartner bei DB InfraGO.

Sie sind auch Ansprechpartner für die Öffentlichkeit und die Anwohner:innen.

Genau. Als Koordinator informiere ich über Projekte und erkläre mit welchen weiteren Vorhaben das Projekt verbunden ist und welche Auswirkungen es auf den Bahnbetrieb haben wird. Ich mache die Zusammenhänge klar. Das fördert das Verständnis seitens der Öffentlichkeit und erhöht die Akzeptanz unserer Projekte.

Können Sie ein Beispiel nennen?

In diesem Jahr startet die Bürgerkommunikation zum Haltepunkt Poccistraße, den wir im Münchner Süden bauen werden. An einem neuen Bahnsteig werden Ende der 2020er-Jahre Regionalzüge von und nach Rosenheim und Mühldorf halten, die Reisenden können dann hier in die U-Bahn umsteigen. Aber wir bauen nicht nur den neuen Haltepunkt, in unmittelbarer Nachbarschaft erneuern wir die Eisenbahnbrücken Tumblinger Straße und Lindwurmstraße. Außerdem modernisieren wir den Oberbau und die Oberleitungen und bauen ein neues Terminal für Autoreisezüge. Über all diese Aspekte werden wir die Bürger:innen umfassend informieren.

Wird es dafür eine Bürgerveranstaltung geben?

Unter anderem. Bei einer Veranstaltung werden unsere Experten zum Beispiel die Vorhaben in Vorträgen erläutern. An Infoständen können die Bürger:innen mit den Experten ins Gespräch kommen.

 

 

 

 

 

Projekte im Westen Münchens und im Umland

Sendlinger Spange

Bypass für die S-Bahn-Stammstrecke: Neue Weichen und ein Verbindungsgleis westlich des Bahnhofs Laim, damit ab Frühjahr 2024 –bei Störungen auf der Stammstrecke – Züge zwischen Pasing und Heimeranplatz auf zwei Gleisen fahren können. Außerdem wird ein neuer Mittelbahnsteig am Halt Heimeranplatz geplant. Hier gibt es mehr Infos.

Umleitungskonzept im Falle einer Stammstreckenstörung/-sperrung. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Pasing

Südbahnsteig: Bau eines weiteren Gleises, Umrüstung für S-Bahnen und Regionalzüge.
Nordbahnsteig: Neubau eines Fernverkehrsbahnsteigs bis 2027.
Westkopf: Beseitigung eines Flaschenhalses, damit Züge von und nach Herrsching, Garmisch/Werdenfels und Fürstenfeldbruck/Allgäu nicht mehr über dieselben Weichen fahren müssen. Bau eines Überwerfungsbauwerks, eine Art Brücke, bei dem der künftige viergleisige Ausbau der 16 Kilometerlange Strecke Pasing–Fürstenfeldbruck in den Planungen berücksichtigt wird.

 

Fürstenfeldbruck

Abriss des niedrigen und deshalb ungenutzten Bahnsteigs 1 in Fürstenfeldbruck bis Dezember 2022. Bau eines 250 Meter langen Bahnsteig für Regionalzüge, bei Störungen auch für S-Bahnen.