Zur Navigation springen Zum Hauptinhalt springen Zum Footer springen Zur Suche springen
Logo DB AG
Bahnausbau Region München
Mobiles Menu
Navigation überspringen
  • Zur Startseite Bahnausbau München - Infos zu Baumaßnahmen in der Region München
  • Aktuelles
    • Meldungen
    • Newsletter
    • Glossar
  • München & die Region
    • Mehr Kapazität
    • Mehr Investitionen
    • Die Akteure
    • Mehr Schall- und Erschütterungsschutz
    • Mehr Barrierefreiheit
    • 2. S-Bahn-Stammstrecke München
    • Bike+Ride-Offensive
  • Projekte
    • Projektübersicht
    • Handlungsfelder
  • Planung & Umwelt
    • Zielbild Infrastruktur
    • Planungsprozesse
    • Naturschutz
    • Klimaschutz
    • Schallschutz
    • Erschütterungsschutz
    • Grunderwerb
  • Team
  • Kontakt
  • Aktuelles
    • Meldungen
    • Newsletter
    • Glossar
  • München & die Region
    • Mehr Kapazität
    • Mehr Investitionen
    • Die Akteure
    • Mehr Schall- und Erschütterungsschutz
    • Mehr Barrierefreiheit
    • 2. S-Bahn-Stammstrecke München
    • Bike+Ride-Offensive
  • Projekte
    • Projektübersicht
    • Handlungsfelder
  • Planung & Umwelt
    • Zielbild Infrastruktur
    • Planungsprozesse
    • Naturschutz
    • Klimaschutz
    • Schallschutz
    • Erschütterungsschutz
    • Grunderwerb
  • Team
  • Kontakt

ic-db_action_calender_32 18. Dezember 2025, 16:37 Uhr

Wie ein mutiger Pilz den Lindwurm rettete: Über die Restaurierung eines Münchner Denkmals

DB InfraGO
Zwei Personen halten die restaurierte Lindwurmfigur

In einem aufwändigen Prozess hat Metallrestaurator Johannes Pilz das Jugendstil-Geländer fachgerecht aufgearbeitet: Innerhalb 1,5 Jahre wurden beschädigte Elemente rekonstruiert, Oberflächen konserviert und der originalgetreue Lackaufbau wiederhergestellt. Auch um die eine oder andere Lindwurm-Träne musste sich der Restaurator und Schmiedemeister kümmern.  

Aus Uralt mach Pastellmintgrün.

  • Johannes Pilz
    Lindwurmfigur beim Restaurator
    Der 120 Jahre alte unbehandelte Lindwurm
  • Johannes Pilz
    Entschichtetes Geländer
    Entschichtetes Geländer
  • Johannes Pilz
    Grundiertes Geländerelement
    Grundiertes Geländerelement
  • Johannes Pilz
    Der restaurierte Lindwurm
    Der restaurierte Lindwurm
DB InfraGO

Zurück an seinem Platz

Am 5 Dezember ist die Eisenbahnbrücke an der Lindwurmstraße erfolgreich und planmäßig in Betrieb gegangen. „Die Brücke ist jetzt technisch auf dem neuesten Stand – und dank der Rückkehr des Lindwurms auch wieder ein echter Münchner Hingucker“, sagt Projektleiter Gerald Morak. Seit letzter Woche schmückt das Prunkstück wieder seinen alten Platz an der Poccistraße. Seit mehr als 120 Jahren wacht das schlangen- beziehungsweise drachenartigen Fabelwesen über Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer. Auch dem einen oder anderen Güter- und Personenzug schaut das flügellose Ungeheuer argwöhnisch hinterher.

DB InfraGO AG
Der Restaurator hält den Lindwurm

Es war einmal ein Lindwurm, der samt seinem Geländer über Jahrzehnte unter Witterung, Verkehr und Vibrationen litt. Da kam eines Tages der Metallrestaurator Johannes Pilz, der das Geländer in einem aufwändigen Prozess fachgerecht aufarbeitete. Glücklicherweise hatte dieser Zeit ein paar Fragen zur Restaurierung zu beantworten:

Die Farbauswahl ist recht mutig. Hat die markante Farbe einen Namen und wie sind Sie genau auf diesen Farbton gekommen?

Der Farbton kann am besten als "Pastellmintgrün" bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um einen Farbton ähnlich dem Befund des allerersten Farbanstrichs um 1900. Wenn es um die finale Farbgebung geht, liegt die Entscheidung jedoch bei den Denkmalbehörden, nicht beim Restaurator. Das Geländer hatte über die Jahre verschiedene Anstriche, es war sogar auch einmal blau.

Gab es bei den Restaurierungen eine Überraschung/Besonderheit, auf die Sie gestoßen sind?

Die größte Überraschung war tatsächlich der Zustand des Geländers. Zunächst wurde angenommen, dass lediglich rund 20% der Blütenornamente rekonstruktionsbedürftig wären. Nach der Montage führten wir eine restauratorischen Voruntersuchung durch. Hier zeigte sich: Fast 98% der Blüten waren nicht mehr erhaltungsfähig, bzw. schlichtweg nicht mehr vorhanden.

  • Johannes Pilz
    Eine Blume des Lindwurmgeländers
    Eine über 100 Jahre alte Blume des Geländers
  • Johannes Pilz
    Eine Blume des Lindwurmgeländers
    Eine weitere Blume des über 55 Meter langen Geländers
  • Johannes Pilz
    Eine neu geschmiedete Blume des Lindwurmgeländers
    Hunderte Blüten mussten für das Geländer neu geschmiedet werden
  • Johannes Pilz
    Mehrere Blüten des Geländers
    Viele hunderte neuer Blüten blühen nun an der restaurierten Brücke

Hat sich der ehemalige Original-Metallbauer auf dem Geländer verewigt?

Wir haben bei der Restaurierung jeden Quadratmillimeter der Geländer samt Lindwurm kennengelernt. Ein Schlagzeichen oder ein Hinweis auf den Erbauer des Geländers konnten wir dabei leider nicht finden.

Johannes Pilz
Eine Träne der Lindwurmfigur
Die sagenumwobene Träne des Lindwurms

Gibt es einen Fun-Fakt zum Geländer, den Sie teilen möchten?

Die angebliche Träne des Lindwurms war nach der Reinigung eindeutig als Farbklecks von einem viel zu großen Pinsel bei der letzten Lackierung zu erkennen. Über eine Träne konnten wir in den Archiven leider nichts finden.

„Schleich di du Drack“

Das Geländer bezieht sich auf eine alte Legende, in der ein großer Lindwurm im Mittelalter die Pest nach München gebracht haben soll. Tapfere Münchner haben das Wesen schließlich mit Kanonen getötet. Namensgeber der Brücke ist jedoch nicht der wütende Drache. Die Lindwurmstraße ist vielmehr nach dem Arzt und Klinikdirektor Joseph von Lindwurm (1824-1874) benannt. Der erste Professor für Dermatologie an der LMU München und Direktor der Medizinischen Klinik hatte mit der Pest nicht viel am Hut. Er forschte rege über die Behandlung von Typhus und Syphilis. Besonders schön und schicksalshaft: Bei dem 1874 verstorbenen Mediziner handelt es sich um einen Urururgroßonkel von Johannes Pilz. Den Auftrag hat er jedoch nicht durch familiäre Beziehungen, sondern durch eine reguläre Ausschreibung erhalten.

Illustration: DB InfraGO
Symbolgrafik Lindwurmbrücke

Die Eisenbahnüberführung (EÜ) Lindwurmstraße wurde ursprünglich um circa 1900 errichtet. Die Erneuerung der Eisenbahnbrücke an der Lindwurmstraße begann im März 2024. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Brücke am 5. Dezember werden nun noch Arbeiten im Straßenbereich durchgeführt. Diese dauern noch bis 2028 an. Eine kleinere Arbeit am Geländer wird es jedoch noch geben. Derzeit ist hinter dem Lindwurm die Sicherheitsbrüstung des Bahngleises zu sehen. Hier wird im Laufe der nächsten Wochen noch ein Sichtschutz aus graubeschichteten Blechen angefertigt und zwischen historischem und neuem Geländer gesetzt. Dadurch sind die neuen, modernen Sicherheitsgeländer nicht mehr sichtbar.

Die Vollsperrung der Brücke für Auto, Fußgänger und Radfahrer wurde aufgehoben. Radfahrer und Fußgänger können die Unterführung wieder in beiden Richtungen passieren. Autofahrer lediglich in Richtung stadtauswärts. Diese Verkehrsführung gilt bis Ende der Baumaßnahme 2028.

Zurück

Navigation überspringen
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
RSS-Feed
© DB InfraGO AG