Viergleisiger Ausbau Daglfing–Johanneskirchen: Beginn der ergebnisoffenen Vorplanung

Die Deutsche Bahn (DB) startet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die ergebnisoffene Vorplanung für die Erweiterung des bislang zweigleisigen Streckenabschnitts Daglfing–Johanneskirchen um zwei weitere Streckengleise. Für das Projekt erfolgt dieser Planungsschritt in zwei Stufen. Zunächst werden in einer Grob-Variantenuntersuchung die möglichen Ausbauoptionen durchleuchtet. Steht eine Option fest, wird in einer anschließenden Fein-Variantenuntersuchung eine Vorzugs-Variante bestimmt und detaillierter ausgearbeitet.  

Mögliche Optionen miteinander vergleichen

Für den Streckenausbau zwischen Daglfing und Johanneskirchen gibt es grundsätzlich drei in Frage kommende Ausbauoptionen:

  • ebenerdiger Ausbau
  • Bau eines Troges
  • Bau eines Tunnels
Vorgehen bei der ergebnisoffenen Vorplanung für das Projekt "Viergleisiger Ausbau Daglfing-Joahnneskirchen"

Schritt 1: Grob-Variantenuntersuchung

Ein Planungsbüro vergleicht anhand einer Vielzahl von Kriterien die drei Optionen. Dabei werden im Wesentlichen die Auswirkungen auf Umwelt und Mensch, Betroffenheiten Dritter, technische und verkehrsplanerische Aspekte, Kosten und Risiken sowie der Bauablauf gegenübergestellt. Auf Basis dieser Bewertung wird die Entscheidung für eine der Optionen gefällt.

Mögliche parallele Planung von zwei Optionen

Sollte diese Option nicht mit der von der Landeshauptstadt München favorisierten Tunnellösung übereinstimmen, gibt es für das Projekt „Viergleisiger Ausbau Daglfing–Johanneskirchen“ eine Besonderheit: DB und LHM werden eine vorsorgliche Planungsvereinbarung für eine mögliche parallele Vorplanung einer Tunneloption verhandeln.

Schritt 2: Fein-Variantenuntersuchung

Die DB wird dann mit der weiteren Fein-Variantenuntersuchung für eine bzw. zwei Optionen beauftragt. Dies hat den Vorteil, dass für beide Optionen mit Abschluss der Vorplanung die gleiche Planungstiefe vorliegt.

Auf dieser Basis können BMVI und gegebenenfalls die Landeshauptstadt München die Entscheidung für den Fortgang des Projekts mit der DB verhandeln.

Diese Vorzugslösung wird in den darauffolgenden Planungsschritten dann weiter konkretisiert.

Öffentliche Ausschreibung der Leistung

Das Planungsbüro für die ergebnisoffene Grob-Variantenuntersuchung wird von der DB im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ermittelt. Die Ausschreibung der Planungsleistung wird EU-weit bekannt gemacht und dazu unter anderem im „Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union“ veröffentlicht.

Zum Projekt „Viergleisiger Ausbau Daglfing–Johanneskirchen“

Das Projekt „Viergleisiger Ausbau Daglfing–Johanneskirchen“ ist als Bestandteil des Knoten Münchens im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 enthalten.  Mit dem viergleisigen Ausbau soll die Kapazität auf diesem Streckenabschnitt gesteigert und somit der Güter- und der S-Bahn-Verkehr entflochten werden. Zudem Im Zuge des Ausbaus werden auch die S-Bahn-Stationen Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen barrierefrei umgebaut.

Dem Beschluss der Landeshauptstadt München zu dem Projekt finden Sie hier. 

Zweigleisiger Bahnabschnitt im Bereich des Bahnhofs Englschalking
Zweigleisiger Bahnabschnitt im Bereich des Bahnhofs Englschalking

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